Verbesserung der palliativmedizinischen Versorgung

 Presseinformation

Palliativmedizinische Betreuung im DRK-Krankenhaus Neustrelitz weiter verbessert!

Zur weiteren Verbesserung der palliativmedizinischen Versorgung am DRK-Krankenhaus Neustrelitz wurden vier Spezialpflegebetten für mehr als 12.000 Euro unter anderem mit Unterstützung des Krankenhausfördervereins angeschafft. Die 1. Beigeordnete der Landrätin und Vorsitzende des Fördervereins, Frau Ingrid Sievers hat sich am 17. Juni 2008 persönlich vor Ort über den Komfort und die hohe technische Ausstattung der Pflegebetten überzeugt. Im Gespräch mit ärztlichem und pflegerischem Personal sprach sie ihren Respekt und ihre Anerkennung für die qualitativ hochwertige Betreuung von Schwerstkranken und den dafür notwendigen hohen Einsatz der Mitarbeiter aus.

Bereits im Februar 2007 wurden in unserem Krankenhaus zwei Patientenzimmer durch Umbauarbeiten und neue Ausstattung (z. B. Relaxstühle) entsprechend der speziellen Bedürfnisse der betroffenen Patienten hergerichtet. Der Förderverein des Krankenhauses hat die Maßnahme mit einem Betrag in Höhe von 8.000,00 € unterstützt.

Bis heute fehlte es immer noch an hochwertigen Pflegebetten, die für die betroffenen Patienten eine hohe Lebensqualität ermöglichen und für das multiprofessionelle Behandlungsteam die hohe körperliche Arbeitsbelastung etwas abmildern. Die Anschaffung der Pflegebetten wurde durch den Krankenhaus-Förderverein mit einer Zuwendung in Höhe von 5.000 € unterstützt.

Diese Pflegebetten verfügen über Funktionen, die den Patienten, deren Angehörigen und den Mitarbeitern die tägliche Pflege erleichtern. Die viergeteilten und einzeln abklappbaren Seitensicherungen ermöglichen es, die Seitensicherung individuell auf die  Bedürfnisse des Patienten einzustellen entweder als Mobilisationshilfe, Sicherung oder Vollschutz. Es wird komplett elektrisch betrieben - im Notfall auch mit Akku - dadurch kann der Patient sich  jeder Zeit selbstständig die Rückenlehne, das Beinteil und die Einstiegshöhe nach seinen Bedürfnissen einstellen. Durch den in der Liegfläche integrierten doppelten Rückzug, d. h. die Rückenlehne wandert um 11 cm und das Beinteil wandert um 6 cm aus, erhält der Patient eine zusätzliche Druckreduzierung im Beckenbereich. Es kann auch eine so genannte Relaxposition problemlos vom Patienten oder Pflegepersonal eingestellt werden. Das Pflegebett verfügt über eine wirksame Liegefläche von 208 cm und verringert so das Herunterrutschen des Patienten, wenn die Rückenlehne hochgestellt wird. Die niedrigste Einstiegshöhe beträgt 40 cm, so dass auch ein kleiner Patient in das Bett einsteigen kann. Das angenehme Design bringt einen wohnlichen Charakter in das Krankenzimmer. Es steht stabil auf zwei Hubsäulen und hat eine sichere Arbeitslast von 230 kg. Ein Pflegebett mit Lagerungsspezialmatratze, Aufrichter, Infusionshalter und Patientennachttisch hat einen Anschaffungswert von ca. 3100,-Euro.

Palliativmedizin:
Nach den Definitionen der Weltgesundheitsorganisation und der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin ist Palliativmedizin „die aktive, ganzheitliche Behandlung von Patienten mit einer progredienten (voranschreitenden), weit fortgeschrittenen Erkrankung und einer begrenzten Lebenserwartung zu der Zeit, in der die Erkrankung nicht mehr auf eine kurative Behandlung anspricht und die Beherrschung von Schmerzen, anderen Krankheitsbeschwerden, psychologischen, sozialen und spirituellen Problemen höchste Priorität besitzt“. Nicht die Verlängerung der Überlebenszeit um jeden Preis, sondern die Lebensqualität, also die Wünsche, Ziele und das Befinden des Patienten stehen im Vordergrund der Behandlung.

  

 
Frau Gabriele Ehlers (Pflegedienstleiterin), Frau Heidi Klemer (Stationsschwester) und MU Dr. Anna Kuvikova (Oberärztin Innere Medizin) zeigen Frau Ingrid Sievers (1. Beigeordnete der Landrätin und Vorsitzende des Fördervereines DRK-Krankenhaus Neustrelitz) die einzelnen Funktionen des neuen Pflegebettes.