Innere Medizin - Leitbild

Vielen Erkrankungen in der Inneren Medizin ist gemeinsam, dass sie nicht folgenlos überwunden werden können. Daher beinhaltet die Behandlung unserer Patienten meist weit mehr als nur die medizinische Akuttherapie.

Unser Ziel ist es, gemeinsam mit dem Patienten alle Möglichkeiten einer Heilung auszuschöpfen und dort, wo eine vollständige Heilung nicht erreicht werden  kann, dem Patienten alle uns mögliche Unterstützung zur Bewältigung dieses Lebensabschnittes zu geben.

Vom ersten Kontakt an in der Notfallambulanz oder auf Station begegnen wir dem Patienten und seinen Angehörigen mit aller Aufmerksamkeit, mit Respekt und Offenheit. Dabei geht es uns um die Wahrnehmung des Patienten in der Gesamtheit seiner Beschwerdesymptomatik, aber auch seiner Ängste, seiner Bedenken und der Probleme seines sozialen Umfeldes. Eine in diesem Sinne achtsame Kommunikation ist die wegweisende Basis für jeden weiteren diagnostischen und therapeutischen Schritt. Sie ist auch eine unverzichtbare Voraussetzung für ein vertrauensvolles und damit auch therapeutisches Verhältnis zwischen ärztlichem, pflegerischem und therapeutischem Personal und dem Patienten. In der Natur einer solchen Kommunikation liegt es, dass wir dem Patienten und seinen Angehörigen jeden möglichen diagnostischen und therapeutischen Schritt in einer für ihn verständlichen Sprache erklären. Dabei stehen wir ihm beratend zur Seite, jederzeit wissend und respektierend, dass letztlich der Betroffene sich autonom für und gegen jede Untersuchung oder Therapie entscheidet. Wir verstehen uns als Partner des Patienten, der ihn auf seinem Weg durch die Erkrankung begleitet und ihn durch unser medizinisches Know-how unterstützt, aufklärt und motiviert. Durch engagierte Weiterbildung und moderne Technik bieten wir dem Patienten eine nach heutigem Stand optimale Diagnostik und Therapie an.

Dort, wo der Patient aufgrund seiner Erkrankung oder schon vorher bestehender Einschränkungen mental und körperlich auf uns und seine Angehörigen angewiesen ist,
 
stehen wir in engem, beratendem Kontakt mit seinen Vertrauenspersonen und pflegen ihn unter Achtung seiner Intimsphäre und größtmöglichen Selbständigkeit.

In Situationen seelischer Not begegnen wir dem Betroffenen mit offenem Ohr und Einfühlungsvermögen und bemühen uns um Raum und Zeit für Gespräche in geschützter, vertrauensvoller Atmosphäre. Dabei bieten wir auch jederzeit den Kontakt zu einem Seelsorger oder zu unserem Sozialdienst an.

Zu erwartende Probleme der weiteren Versorgung nach der Entlassung des Patienten werden mit Unterstützung unseres Sozialdienstes vorausschauend angesprochen, um auch hier für die Ängste und Sorgen des Patienten und seiner Angehörigen eine individuelle Lösung zu finden.

So wichtig wie die offene und vertrauensvolle Kommunikation mit dem Patienten ist uns auch der achtende Austausch miteinander. Durch den Informationsfluss zwischen ärztlichem, pflegerischem und physiotherapeutischem Personal können wir jeden Patienten möglichst gerecht werden. Der Kontakt mit dem Hausarzt über Telefongespräche und rasch erstellte Arztbriefe ist ein weiterer Mosaikstein in der ganzheitlichen Betreuung des Patienten während seines stationären Aufenthalts und darüber hinaus.